LEKTION 3


Friedrich der Große - ein aufgeklärter Monarch

Text 1
Der erste Diener seines Staates

Friedrich II., auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt, (geboren am 24. Januar Berlin; gestorben am 17. August 1786 in Potsdam) war seit 1740 König in Preußen und seit der Ersten Polnischen Teilung 1772 König von Preußen. Er war der älteste überlebende Sohn König Friedrich Wilhelms I. in Preußen und dessen Gattin Sophie Dorothea von Hannover. Als Kurfürst und Markgraf von Brandenburg wird er als Friedrich IV. gezählt.

Sechs Monate nach seiner Thronbesteigung im Jahre 1740 begann Friedrich den Ersten Schlesischen Krieg, in dem er für das stark zergliederte und an Naturgütern arme Preußen eine wirtschaftlich starke Provinz erobern und eine Grenze schaffen wollte, die leichter zu verteidigen war. Auslöser für den Überfall auf Schlesien war der Tod des habsburgischen österreichischen Erzherzogs und deutschen Kaisers Karl VI., der keine männlichen Erben hinterließ. Nach diesem Krieg und dem enormen Achtungs- und Gebietsgewinn für Preußen sind die ersten Bezeichnungen Friedrichs als "Friedrich der Große" belegt.

Der so genannte Zweite Schlesische Krieg hatte zunächst nichts mit Schlesien zu tun. Das von vielen Seiten bedrängte Österreich war durch eine Allianz mit England und der Eroberung Bayerns soweit erstarkt, dass Friedrich II. auf der Seite der Gegner Österreichs erneut in den Krieg eingriff. Unter der Begründung, dem besetzten Bayern zur Hilfe zu kommen, marschierte er Böhmen ein, womit er vertragsbrüchig wurde. Dies festigte endgültig den Ruf Friedrichs als höchst unzuverlässiger Bündnispartner.

Im Ersten Schlesischen Krieg eroberte er mit seinem Generalfeldmarschall Kurt Christoph Graf von Schwerin Schlesien. Im Zweiten Schlesischen Krieg verteidigte der Monarch diese Eroberung erfolgreich. Im Siebenjährigen Krieg marschierten seine Truppen in Kursachsen ein. Seines strategischen Geschicks wegen bürgerte sich für ihn der Beiname "der Große" ein. Allein der Siebenjährige Krieg kostete eine Million Menschen das Leben, weite Landstriche wurden verwüstet. Thomas Mann nannte Friedrich II. in diesem Zusammenhang ein "Ungeheuer".

Als junger König erregte er Aufsehen in Europa, weil er zumindest inoffiziell die Folter abschaffte, die Religionsfreiheit verkündete und das bis dahin österreichische Schlesien einverleibte. Sein Wahlspruch lautete: "Ich bin der erste Diener meines Staates". Sehr verdient machte er sich um die Entwicklung des Rechts, insbesondere des Allgemeinen Landrechts. Weitere, seine Regierungszeit kennzeichnende, innenpolitische Taten waren in der Landwirtschaft die Einführung der Kartoffel als Nahrungsmittel, die Trockenlegung des Drömlings und des Oderbruches, Reformen im Militär- und Erziehungswesen sowie die Schaffung eines starken Beamtenstandes, der angehalten war, jeden Bürger gleich zu behandeln.

Die für Preußen in wirtschaftlicher Hinsicht nicht ganz uneigennützige Toleranz und Offenheit gegenüber Einwanderern und religiösen Minderheiten wie Hugenotten und Katholiken ist eine feste Größe seiner Amtszeit. Am 22. Juni 1740 schreibt er "Jeder soll nach seiner Façon selig werden". In der diskriminierenden Behandlung der Juden knüpfte Friedrich II. jedoch nahtlos an die Politik seiner Vorgänger an (Revidiertes General-Privileg 1750). Preußen war die erste absolute Monarchie Europas, in der eine zumindest eingeschränkte Pressefreiheit eingeführt wurde.

Außerdem war es im Preußen Friedrichs II. für alle Bürger möglich, sich brieflich oder sogar persönlich an den König zu wenden. Gemäß seiner berühmten Maxime „Der König ist der erste Diener des Staates“ versuchte er, zu große Auswüchse des Feudalsystems zu unterbinden. Dabei war er insbesondere misstrauisch gegenüber seinen eigenen Beamten, denen er im Zweifelsfall einen ausgeprägten Standesdünkel zum Nachteil der ärmeren Schichten unterstellte.

Während der Regentschaft Friedrich II. wurden ebenfalls Hunderte von Schulen gebaut. Das Landschulsystem krankte allerdings an der ungeregelten Lehrerausbildung. Häufig wurden ehemalige Unteroffiziere herangezogen, die des Lesens, Schreibens und Rechnens selbst oft nur lückenhaft mächtig waren.

Friedrich korrespondierte mit Voltaire und empfing ihn über längere Zeit in Potsdam. Als dieser sich jedoch aus einer misslichen Lage winden wollte, indem er das Land verließ, ohne um Erlaubnis zu fragen, ließ ihn Friedrich für längere Zeit in Frankfurt am Main inhaftieren. Voltaire schrieb ihm 1760: "Der Schatz Ihrer Weisheit ist verdorben durch die unselige Freude, die es Ihnen immer gemacht hat, alle anderen Menschen demütigen zu wollen..."

Friedrich schrieb zahlreiche Werke in französischer Sprache. Europaweit berühmt wurde sein "Anti-Machiavell" (1740), in dem er staatspolitische Grundsätze des Machiavelli einer kritischen, aufgeklärten Analyse unterwarf.

Aufgaben zum Text 1

Тест №3a

II. Bilden Sie Sätze mit Relativpronomen nach dem Muster:

Muster: das stark zergliederte und an Naturgütern arme Preußen - Preußen, das stark zergliedert und an Naturgütern arm war

a) eine wirtschaftlich starke Provinz
b) das von allen Seiten bedrängte Österreich
c) dem damals besetzten Bayern zu Hilfe kommen
d) weitere, seine Regierungszeit kennzeichnende innenpolitische Taten
e) eine eingeschränkte Pressefreiheit

III. Versuchen Sie ins Deutsche zu übersetzen. Prüfen Sie sich danach im Text.

a) спустя шесть месяцев после восшествия на престол,
b) согласно его известному изречению
с) по крайней мере, неофициально
d) неблагоприятное положение
e) в сомнительных случаях
f) крайне ненадежный союзник
g) создание сильного сословия чиновников
h) на стороне противников Австрии
i) в этой связи
j) благодаря его таланту стратега

IV. Was wurde alles von Friedrich dem Großen erreicht? Bilden Sie kurze Passivsätze.

a) die inoffizielle Abschaffung der Folter
b) die Verkündung der Religionsfreiheit
c) die Entwicklung des Rechts
d) die Einführung der Kartoffel als Nahrungsmittel
e) die Trockenlegung des Drömlings und des Oderbruches
f) die Schaffung eines starken Beamtenstandes
g) die eingeschränkte Einführung der Pressefreiheit

V. Tragen Sie in die folgende Tabelle stichwortartig Informationen aus dem Text über politische und nichtpolitische Reformen und Leistungen von Friedrich II. ein.

Politische Reformen und Leistungen
Nichtpolitische Reformen und Leistungen
   

VI. Anhand der Tabelle schreiben Sie in etwa 100 Wörtern darüber, was Besonderes Friedrich der Große in seiner Regierungszeit erreichte.

VII. Lesen Sie den folgenden Text ohne Wörterbuch und antworten Sie auf die Fragen russisch.

1. Перечислите, какими художественными способностями обладал Фридрих II.
2. Что говорится в тексте о его чувстве прекрасного?
3. Что явилось результатом встречи короля с Бахом?
4. Почему у образованной буржуазии вызвала недовольство работа Фридриха "О немецкой литературе"?
5. В какой связи в тексте упоминается имя Эриха Кестнера?

Sinn für Kunst

Friedrich II. war an Kunst in jeder Form interessiert, skizzierte beispielsweise selbst sein Potsdamer Schloss Sanssouci und ließ es von Knobelsdorff ausführen, legte eine bedeutende Bildersammlung an, spielte sehr gut Querflöte (Flötenlehrer Johann Joachim Quantz) und komponierte auf gehobenem Niveau. Sein Kunstgeschmack war sehr gefestigt, aber statisch, so dass er europäische Entwicklungen in vielen Bereichen kaum beachtete. Weithin bekannt ist sein – von Friedrichs Hofmusiker Carl Philipp Emanuel Bach arrangiertes – Treffen mit Johann Sebastian Bach 1747 in Sanssouci. Im Zuge dieser Begegnung schrieb Bach sein berühmtes "Musikalisches Opfer" über das von Friedrich vorgegebene "Königliche Thema". Ferner hatte Friedrich II. eine große Vorliebe für die Flötensonaten von Muzio Clementi (1752–1832).

Ein aus der Sicht des deutschen Bildungsbürgertums großes Ärgernis war seine Schrift De la Littérature Allemande (Über die deutsche Literatur, 1780), in der er durchaus kenntnisreich, aber aus einer an der Hofkultur und am europäischen Zentrum Paris orientierten Sicht den Aufschwung der deutschsprachigen Literatur verurteilte. Als einer von wenigen traute sich Erich Kästner 1925, eine Dissertation darüber zu verfassen.

Lesen Sie den folgenden Text machen Sie anschließend die Aufgaben dazu.

Text II

Schloss Sanssouci

Am 13. Januar 1745 verfügte Friedrich der Große in einer Kabinettorder den Bau eines "Lust- Hauses zu Potsdam". Nach dessen Skizzen fertigte der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff Entwurfszeichnungen an. Den Vorschlägen Knobelsdorffs, das Gebäude durch ein Sockelgeschoss zu erhöhen, zu unterkellern und bis nahe an den Rand der obersten Terrasse zu stellen, um dem Gebäude vom Parterre aus gesehen eine bessere Wirkung zu verleihen, widersprach Friedrich. Er wünschte kein repräsentatives Gebäude, sondern ein intimes Wohnschloss im Stil des Rokoko, das nur seinen privaten Bedürfnissen entsprach. Einen ebenerdigen Bau, dessen Sockel der Berg war, ein "maison de plaisance", ohne eine Vielzahl von Stufen, um vom Innenraum direkt auf eine breite Terrasse und von dort in den Garten zu gelangen. Eine enge Verbindung zwischen Wohnkultur und freier Natur.

Bei allen im Auftrag Friedrichs des Großen geschaffenen Bauwerken in Potsdam und Berlin griff dieser administrativ und künstlerisch in das Baugeschehen ein. Nach seinen Vorgaben wurden Entwurfszeichnungen angefertigt, vor jedem Baubeginn Kostenvoranschläge gemacht. Erst nach der Genehmigung durch den König durften die Arbeiten beginnen. Er mischte sich in alles ein und wollte ständig in allen Einzelheiten unterrichtet werden, was oft zu Missstimmigkeiten zwischen den Architekten und dem König führte. Die autokratische Wesensart Friedrichs des Großen schränkte somit auch die baukünstlerischen Vorstellungen Knobelsdorffs ein, der die eigenwilligen Wünsche seines Auftraggebers architektonisch umzusetzen hatte.

Nach nur zwei Jahren Bauzeit fand am 1. Mai 1747 die Einweihung des Weinbergschlosses statt, obwohl noch nicht alle Räume fertiggestellt waren. Außer in Kriegszeiten lebte Friedrich dort in den Sommermonaten von Ende April bis Anfang Oktober. Das Gebäude war nur für den König und von ihm ausgewählte Gäste konzipiert.

Die Harmonie zwischen Mensch und Umwelt spiegelt sich auch in der Lage und Gestaltung des Schlosses Sanssouci auf der Höhe eines Weinbergs wider. Der seit dem 13. Jahrhundert in der Mark Brandenburg durchaus übliche Weinanbau nahm in dieser Gegend nie eine zentrale Stellung in der künstlerischen Gestaltung der fürstlichen Lustgärten ein. In Sanssouci sollte er durch die Anlage der Weinbergterrassen zum Mittelpunkt des Parks werden, bekrönt durch ein kleines Schloss, "mein Weinberghäuschen", wie es Friedrich der Große nannte.

Mit einem weiten Blick in die Landschaft inmitten der Natur wollte der preußische König sans souci (ohne Sorge) in den Sommermonaten leben und seinen persönlichen Neigungen und künstlerischen Interessen, aber auch den Staatsgeschäften nachgehen. Eine Bockwindmühle, die bereits seit 1736 auf der Anhöhe stand, unterstrich die ländliche Idylle des Ortes. Friedrich war der Meinung, dass "...die Mühle dem Schloss eine Zierde sey."

In Sanssouci komponierte, musizierte und philosophierte der preußische Monarch. Er regierte diszipliniert sein Land und lebte bescheiden ohne Prunk. Seine Bescheidenheit steigerte sich im Alter bis zum Geiz. Zu seinen Lebzeiten ließ Friedrich der Große an der Außenfassade keine und in den Innenräumen nur mit Widerwillen Reparaturen vornehmen. Er war der Auffassung: "Es soll nur bei meinem Leben dauern".

Johann Wolfgang von Goethe, der am 20. Mai 1778 auf der Durchreise in Potsdam war, vermerkte nach der Besichtigung Sanssoucis in einem Brief: "Es sind mir tausend Lichter aufgegangen. Und dem Alten Fritz bin ich recht nah geworden, da hab ich sein Wesen gesehen, sein Gold, Silber, Marmor, Affen, Papageien und zerrissene Vorhänge und hab über den großen Menschen seine eigenen Lumpenhunde räsonieren hören."

Architektur

Das für einen Regenten in seinen Ausmaßen bescheidene Schloss mit zwölf Räumen, von denen Friedrich der Große nur fünf selbst bewohnte, entsprach der Veränderung in der höfischen Baukunst um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Die barocken Residenzschlösser, die nach dem Vorbild von Versailles ab der Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet wurden, dienten den fürstlichen Bauherren vor allem zur Repräsentation ihrer politischen und wirtschaftlichen Macht. Die "Prachtbauten" gingen in ihrer Größe oft weit über den eigentlichen Nutzen als Wohnsitz und die Notwendigkeit einer standesgemäßen Hofhaltung hinaus.

Nach so viel Pracht und Größe sehnte man sich nach Intimität und Bequemlichkeit. Der Wandel wurde jedoch nicht radikal vollzogen, sondern erfolgte allmählich. Friedrich der Große, der Zeit seines Lebens an den Formen des Barock und Rokoko festhielt, ließ zwei Jahrzehnte nach der Erbauung von Sanssouci das Neue Palais im westlichen Teil des Parks errichten. Er wollte mit dem Bau des Gästeschlosses im barocken Stil architektonisch die Macht und Stärke Preußens nach dem Siebenjährigen Krieg zelebrieren. Es war seine "fanfaronnade" (Prahlerei, Angeberei), wie er es nannte.

In Sanssouci hatte der König von Preußen gelebt, dort ist er gestorben, und neben seinem "Weinberghäuschen" wollte er bestattet werden.

Aufgaben zum Text II

Тест №3b

Тест №3c

III. Ergänzen Sie den Text mit unten angegebenen Wörtern.
Beachten Sie: alle Wörter stehen in der neutralen Form.

Schloss Sanssouci wurde von .1.. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699 bis 1753) nach den .2.. des Königs erbaut.

Die Fassade in heiterstem Rokoko wird von üppigen .3.. des Bildhauers Friedrich Christian Glume (1714 bis 1752) bevölkert, die als Begleiter des Weingottes Bacchus den Bezug zum Weinberg herstellen. Die Innenräume sind Höhepunkte ..4. des 18. Jahrhunderts. Die ..5. Ausprägung des Rokoko unter dem Einfluss Friedrichs ..6. dem Begriff friderizianisches Rokoko. Der Name ist von dem französischen rocaille, zu deutsch Muschelwerk 7... .

Im Rokoko kam es zu einer Trennung von ..8. und ...9 Bereich. Für die .10.. Verpflichtungen war das von 1662 bis 1669 unter dem Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm errichtete und 1945 ..11. Potsdamer Stadtschloss vorgesehen, dessen Umbau zur selben Zeit stattfand und von Friedrich in den Wintermonaten ..12.. Potsdam entwickelte sich zur eigentlichen ..13., während Berlin und das vom König kurzzeitig als Wohnsitz .14.. Schloss Charlottenburg, wo er den sogenannten "Neuen Flügel" an der östlichen Seite anbauen ließ, an die zweite Stelle traten.

a. bewohnen, b. privat, c. die Raumkunst, d. der Architekt, e. öffentlich, f. zerstören, g. führen zu, h.repräsentativ, i. die Residenz, j. die Figur, k. vorsehen, l. besonders, m. die Vorstellungen, n. ableiten

IV. Schreiben Sie anhand unseres Textes und Ihrer Wissen über Architektur einen Aufsatz über die Baustile Barock und Rokoko. Führen Sie Beispiele nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus anderen Ländern an. Ihr Aufsatz sollte 200-250 Wörter enthalten.

TEST III

Teil 1

Тест №3d

Moderne Kunst in Deutschland

Sie möchten eine große Ausstellung über zeitgenössische Kunst besuchen? Dann fahren Sie auf die Documenta. Die weltgrößte internationale Ausstellung findet weder in Berlin noch in Paris oder in London statt, sondern ausgerechnet in der nordhessischen Provinzstadt Kassel. 1955 rief der Künstler und Kunstpädagoge Arnold Bode die Ausstellung als Kulturprogramm zur Bundesgartenschau ins Leben. Er zeigte Werke von Künstlern wie Joan Miro oder Pablo Picasso, die während der Nazi-Diktatur in Deutschland verboten waren. Die deutsche Gesellschaft sollte mit der internationalen Kunst der Moderne konfrontiert werden. Die Ausstellung wurde ein voller Erfolg. „Das Museum der 100 Tage“, wie die Ausstellung, die alle fünf Jahre unter wechselnder Leitung stattfindet, auch genannt wird, zeigt ihre Werke von Juni bis September. Bei der letzten Documenta wurden 650.000 Besucher gezählt.

In diesem Jahr zeigen 113 Künstler mehr als 520 Arbeiten auf 12.000 Quadratmeter. Dabei möchte die Documenta keine reine Überblickschau zur Gegenwartskunst sein, sondern ihre künstlerischen Beiträge müssen sich in irgendeiner Form mit dem Leitmotiv bzw. dem Thema der jeweiligen Ausstellung auseinandersetzen. Thematischer Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die Frage „Wie kann man den Menschen wieder den Zugang zu zeitgenössischer Kunst ermöglichen?“ Die aktuelle Ausstellung sucht also den Kontakt mit den Menschen. Gerade denjenigen, die zeitgenössische Kunst ablehnen, weil sie sie nicht verstehen, soll die Documenta helfen, in die Auseinandersetzung mit modernen Kunstwerken zu treten. Aus diesem Grund sollen künstlerische Ausdrucksformen gezeigt werden, die sich über historische, geografische, gesellschaftliche und kulturelle Schranken hinwegbewegen und in Diskurs miteinander treten und so das Wechselverhältnis zwischen Kunst und Leben veranschaulichen. Kunst soll in der Vorstellungswelt der Menschen wieder als wichtiges Medium zur Reflexion an Bedeutung erlangen. Künstler und Ausstellungsmacher möchten mit den Bürgern direkt in Kontakt treten. So findet dieses Mal zur Eröffnung keine Cocktailparty für geladene Gäste statt, sondern die Bürger der Stadt werden zu einem großen Fest in den Bergpark von Schloss Wilhelmshöhe eingeladen. Gehen Sie auch hin?

Teil 2

Innovatives Design

Ergänzen Sie die Wörter in der richtigen Form. Jede richtige Antwort bringt Ihnen einen Punkt. Maximale Punktenzahl - 10.

der Designer - einzigartig - entwerfen - erhalten - gestalten - herstellen - das Konzept - das Plastik - das Produkt - vorstellen

Hermann Weizenegger (1963, Professor für Produkt- und Systemdesign) und Oliver Vogt (1966, Professor für Industyriedesign) und ihr neuer Stuhl – der Sinterchair.

Er ist aus weißem (1) ________, hat eine biomorphe Wabenstruktur und wurde 2002 auf der Messen Tendence in Frankfurt zum ersten Mal (2) ___________. Der Sinterchair befähigt die Konsumenten dazu, ihren ganz individuellen Stuhl zu (3) __________, der dann mithilfe eines von ihnen ausgefüllten Fragebogens (4) __________ wird. Dafür haben die beiden (5) ______________ einen Fragenkatalog entwickelt, in dem es neben Frage zu Körpergröße, Gewicht usw. Zum Beispiel auch um die Lieblingsmusik, den Lieblingsschriftsteller oder Lieblingsfilm geht. Mit diesen Antworten (6) ______________ der Kunde ein persönlichkeitskompatibles Unikat. (7) _______________ wird der Sinterchair in 3D-Lasermaschinen, die sonst in der Automobil- und Flugzeugindustrie Verwendung finden. Jeder Stuhl ist so (8) _________________, wie der Mensch, der ihn besitzt. Von den Designern stammt die Idee für das (9) _____________, beim Herstellungsprozess selbst sind sie nur die Vermittler zwischen Konsument und (10) ______________.

Начало лекции